An dieser Stelle hatten wir bereits über die Aktiengesellschaft (AG) geschrieben und über die Mischform der Gmbh & Co. KGaA. In unserem heutigen Beitrag widmen wir uns der Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH). Eine Rechtsform, die in der Bundesliga zum Beispiel Borussia Mönchengladbach trägt.

Die Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) ist eine Rechtsform (juristische Person des Privatrechts) bei der die „Gesellschafter“ nur mit Ihrer Stammeinlage haften. Das bedeutet: Im Falle einer Insolvenz oder Liquidation verlieren die Gesellschafter nur Ihren Firmenanteil, jedoch bürgen Sie meistens nicht für die Schulden der GmbH.

Das Mindestkapital zur Gründung einer GmbH beträgt 25.000 Euro und kann nach oben frei wählbar sein, also auch zum Beispiel 1 Million Euro. Gesellschafter kann jede Person sein, also auch eine juristische Person wie ein eingetragener Verein.

Eine GmbH muss beim Registergericht angemeldet werden und wird somit auch im Handelsregister eingetragen. Zudem unterliegt die GmbH der Offenlegungspflicht, das bedeutet, dass spätestens zum 31. Dezember der Jahresabschluss beim Bundesanzeiger eingereicht werden muss und eingesehen werden kann.

Oberstes Organ der GmbH ist die Gesellschafterversammlung (zum Beispiel der e.V.), welche auch die Geschäftsführer bestellt und kontrolliert. Zusätzlich kann ein Aufsichtsrat gebildet werden (erst ab 500 Arbeitnehmern ein Muss), der die Arbeit der Geschäftsführer überwacht.

Im Profifußball gibt es einige Vereine, die Ihre Lizenzspielerabteilung in eine GmbH ausgegliedert haben. Darunter fallen unter anderem Ingolstadt, Bayer 04 Leverkusen, Wolfsburg oder Gladbach.

Wir möchten euch Anhand des Beispiels von Borussia Mönchengladbach aufzeigen, wie dort die Vereinsführung geregelt ist:

Gladbach Struktur

Hier wählen die Mitglieder des e.V. die Aufsichtsräte des e.V. (wie beim Club). Diese Aufsichtsräte sitzen dann auch gleichzeitig im Aufsichtsrat der GmbH und bestimmen und vor allem überwachen somit die beiden angestellten Geschäftsführer der GmbH (analog zum Club). Das ist nahezu das gleiche Modell wie beim Club, nur mit dem Unterschied, dass es eben keine Profiabteilung, sondern eine Profi-GmbH ist.

Das Gute an der Gladbacher Lösung ist außerdem, dass die GmbH zu 100 Prozent dem Verein gehört. Entscheidet der Aufsichtsrat, dass ein Investor dazu geholt werden soll, muss die JHV, also die Mitglieder des Vereins diesem Vorschlag mit mindestens 75 Prozent zustimmen.

Damit haben die Mitglieder in der Hand, was mit der GmbH passiert.