Am Mittwoch veröffentlichte der 1.FC Nürnberg seine Pläne zur Bildung einer Arbeitsgruppe rund um das Thema Ausgliederung / Umstrukturierung. Die Initiative „Mein Club, mein Verein“ darf an diesen Gesprächen nicht teilnehmen.

Die Arbeitsgruppe des 1.FCN tagt ab Dezember/Januar und soll aus zwölf Beteiligten bestehen. Darunter neben Vorstand und Vereinsangestellten auch sechs Fanvertreter. Diese setzen sich aus drei Mitgliedern des Fanbeirats (wovon mindestens eines einem OFCN entstammt) und drei „unabhängigen“ Fans zusammen. Auf uns als Initiative ist der Verein leider nicht zugekommen. Auf Anfrage teilte man uns am Valznerweiher mit, dass für uns kein gesonderter Platz vorgesehen sei. Das enttäuscht uns.

In seiner Mitteilung proklamiert der FCN „den Startschuss für die Diskussion rund um die Vereinsstruktur der Zukunft“. Faktisch jedoch gingen bislang sämtliche öffentlichen Diskussionsimpulse von unserer Initiative aus. Sicherlich positionierten wir uns hierbei klar pro e.V. – dennoch blieben wir zu jederzeit sachlich und fair.

Die Nicht-Berücksichtigung unserer Initiative an den kommenden Gesprächsabenden werten wir als bedenkliches Signal. Zwar bestehen vereinzelte inhaltliche Überschneidungen zwischen Mitgliedern des Fanbeirats und unserer Initiative, dennoch bringt uns das nicht an den Tisch der Arbeitsgruppe. Jeder Vertreter aus dem Fanbeirat spricht zunächst für seine „Stammorganisation“ – und nicht für „Mein Club, mein Verein“. Genauso wie nicht gewährleistet ist, dass die Mitglieder aus dem Fanbeirat den zusätzlichen Mehraufwand neben ihrer gewöhnlichen Fanarbeit als Einzelpersonen stemmen können. Im Zweifel wäre es der galantere Weg gewesen bei uns direkt anzufragen, wen wir entsenden möchten, als auf den Fanbeirat zu verweisen. Als Initiative fühlen wir uns übergangen.

Wir fragen uns, ob unser inhaltlicher Input beim 1.FCN nicht erwünscht sein könnte – und wie ergebnisoffen in einer Runde diskutiert wird, die unserer Stimme kein Gehör schenkt. Diesbezüglich sind wir im Rahmen unserer Möglichkeiten eigentlich mit gutem Beispiel vorangegangen: Auf unserer Podiumsdiskussion am 12.11.2016 saßen unter anderem drei Aufsichtsräte des 1.FCN und Vereinsangestellte im Publikum. Auf dieser Veranstaltung haben wir mehrfach die Bereitschaft zur Mitgestaltung geäußert. Das Fanprojekt Nürnberg hatte vorab im Fanbeirat Vorstand und Aufsichtsräte explizit eingeladen.

Nun bleibt uns keine Wahl als die Entscheidung des 1.FCN zu akzeptieren. Wir ermutigen alle Mitglieder des Vereins sich für die drei freien Plätze in der Arbeitsgruppe zu bewerben – und sich im Sinne des 1.FC Nürnberg e.V. einzubringen.

„Mein Club, mein Verein“ wird abseits der Arbeitsgruppe Wege finden die Vereinsmitglieder zu erreichen.

JHV 2015 Meeske